Der Relais-du-Semnon 2018

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ging es für uns 1.383 Kilometer weit in die Bretagne. Die Reise begann im Jugendhaus der DLRG in Lütjenburg. Moritz empfing uns mit Kaffee und Informationen zum Ablauf des Wochenendes- schließlich waren es dieses Jahr nur wir 7, die nach Bain-de-Bretagne fuhren: Moritz, Benjamin, Philipp, Marie, Neele, Carlotta und Emily. Kuchen und Orangensaft gab es dank Emilys Geburtstag auch und so konnte die Reise nach Frankreich gar nicht schief gehen. Als dann alle Koffer und das Reiseproviant im Bus verstaut waren, hieß es für mich erst einmal Schlaf nachholen. Moritz, Neele und Marie wechselten sich beim Fahren ab und wir anderen durften glücklicherweise schlafen. In den Pausen erholten sich die Fahrer und so lernten wir die Raststellen quer durch Deutschland sowie in Teilen Belgiens kennen. Die Autofahrt verlief insgesamt reibungslos und wir machten sogar noch einen Stopp an dem bekannten und eindrucksvollen Mont-Saint-Michel in der Normandie.

Spätestens da wurde mir klar, wie toll dieses Wochenende werden würde. Anschließend fuhren wir in unsere Partnerstadt Bain-de-Bretagne und Neele, Philipp, Marie, Emily und ich warteten auf unsere Gastfamilien. Zumindest ich war sehr nervös, weil ich meine Gastschwester sowie ihre Eltern noch nicht kannte. Aber auch Neele hatte ihre Gastfamilie seit dem Frankreich Austausch in der 9. Klasse nicht gesehen. Doch als wir von allen sehr herzlich und aufgeschlossen begrüßt wurde, waren die Zweifel verschwunden. Wir sind dann alle mit unseren Gastfamilien nach Hause gefahren und würden uns am Samstag in der Früh treffen, um nach Nantes zu fahren. Nach dem leckeren französischen Abendessen bei der Gastfamilie war ich von der Reise ziemlich erschöpft und ging schnell schlafen- wie vermutlich alle anderen aus dem Team auch.

Samstagmorgen trafen wir uns allesamt mit unseren Gastfamilien an unserem Treffpunkt in Bain und machten Bilder am Wegweiser. Danach ging es für uns nach Nantes. Nantes ist die sechstgrößte Stadt in Frankreich und besonders die Altstadt hat mir gut gefallen. Wir verbrachten viel Zeit in der Galerie des Machines, eine Ausstellung der besonderen Art. Hier stellen Erfinder und Entwickler mechanische Kreaturen vor und das fast märchenhafte Ambiente wird durch echte Pflanzen ergänzt. Mitten in der Galerie schläft zum Beispiel eine riesige Spinne, in deren Bauch vier Besucher des Museums Platz haben und die Arme der Spinne durch Mechanismen steuern. Neben der Spinne sahen wir aber auch mechanische Ameisen, Reiher und Raupen. Danach sahen wir uns die Altstadt von Nantes an, bummelten ein wenig durch die Gassen und fanden auch das eine oder andere Souvenir. Später hieß es für uns zurück zu der Galerie des Machines, um uns dem Herzstück der Ausstellung zu widmen-dem 25 Meter hohen Elefanten, welcher sich eine halbe Stunde durch die Stadt bewegt. Moritz und Benjamin haben von unten Fotos gemacht, während wir einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt genießen konnten.

Am nächsten Morgen war es dann soweit: Der Relais-Du-Semnon stand an. 100 Kilometer durch die Bretagne. Zuerst begann Emily mit 17 Kilometern, danach Philipp mit 21, Ich mit 12, Marie mit 17, Moritz mit 17 und Benjamin mit 12 Kilometern. Unser Teamgeist war unverwechselbar. Wir jubelten und feierten, wann immer jemand aus unserem Team die Etappe geschafft hatte. Wir alle haben unser Bestes gegeben und nur zusammen haben wir es geschafft, durch das Ziel zu laufen. Am Ziel wurden wir unter anderem von Gerlinde von Soosten begrüßt, die die Jahre davor einen Großteil der Organisation übernommen hatte. Wir trafen sie auch später beim gemeinsamen Restaurantbesuch, wo Moritz eine Rede hielt und sich bei allen bedankte. Während dieser Zeit erholten wir Teilnehmer uns vom Lauf mit französischen Köstlichkeiten und verbrachten eine schönen letzten Abend mit unseren Gastfamilien und weiteren Unterstützern der Partnerstadt. Unser Abenteuer ging schneller zu Ende, als ich es mir gewünscht hätte, als wir am Montagmorgen schon unsere Gastfamilien verabschiedeten und uns auf den Heimweg machten.

Alles in allem war dieses Wochenende eine unvergessliche Zeit, an dieser Stelle auch vielen Dank an die Stadt Lütjenburg, die VR Bank, unsere Schule, die Fahrer, und nicht zuletzt an Moritz, der alles organisiert hat und uns als Team und Freunde zusammengebracht hat.

Bericht: Carlotta Fehrmann

 

 

   
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