Prag 2019: Sechs Tage Kultur, Sonne und Patchworkfamilien-Atmosphäre

Der Morgentau war noch nicht ganz verschwunden, da fegten wir mit unserer legendären Busfahrerin "Susi" am Freitagmorgen, dem 30.08.2019, schon über die Autobahn gen Südosten. Nach zehn Stunden Fahrt, vier verschiedenen McDonald's, inspiziertem Busklo und durchweg guter Laune landeten wir in der beschaulichen Altstadt von Prag.

Den ersten vollständigen Tag in Prag verbrachten wir mit herausragend vorbereiteten Referaten zur Geschichte, Architektur und dem Künstlerdasein Kafkas. Neben dem Wenzelsplatz, der Teyn-Kirche und der astronomischen Uhr blieb uns immer wieder Zeit, die wahrlich schön erhaltene Architektur der vergangenen Zeitalter zu betrachten. Dass wir bei 30°C und ordentlich Fußmarsch am Abend todmüde ins Bett fielen, versteht sich in unseren Augen von selbst.

Am Sonntag genossen wir zunächst den Ausblick vom Petrin-Aussichtsturm, um von dort aus den Abstieg zur Prager Burg zu wagen. Diese ließ uns und das Wetter im wahrsten Sinne des Wortes erschauern. Beeindruckt von dem Prunk des Veitsdoms und der Liebe zum Detail des goldenen Gässchens erkundeten wir mit großen Augen die Burganlage. Für den Rest des Tages bekamen wir frei und erklommen die eine oder andere Dachterrasse in der Innenstadt von Prag.

Den Montag hatte jeder von uns zur freien Verfügung, sodass wir schnellstens zum Dienstag kommen. Wandern; Goethe ist durch den Hart gewandert, Harry Potter durch den Verbotenen Wald und der 13. Jahrgang aus Lütjenburg durch das böhmische Paradies. Jetzt könnte man denken, es hätte Genörgel und Protest gegeben. Nichts dergleichen - bei fast allen gilt dieser Ausflug als Highlight der Studienfahrt. Ob es an den einmaligen Felsformationen lag oder der Tatsache, dass die frische Luft einem so heimisch vorkam, bleibt ungeklärt.

Jedenfalls konnten alle freudig in den letzten Tag starten, der mit dem jüdischen Viertel Geschichte und Kultur zu bieten hatte und für alle "König der Löwen"-Freunde ein paar echte Löwen im Prager Zoo bereit hielt. Nicht zu vergessen ist das berüchtigte Przewalski-Pferd.

So, wer in Klausuren das Fazit vergisst, ist selbst Schuld, daher: eine durchweg gelungene Kursfahrt mit vier Lehrern der Marke "Premium-Deluxe". Prag war und ist eine Reise wert.

Der 13. Jahrgang

 

   
© ALLROUNDER