Der Relais du Semnon 2019

Wie bereits 2018 hatte ich auch in diesem Jahr die Möglichkeit, am „Relais du Semnon“ (100 km Staffellauf) in Lütjenburgs Partnerstadt Bain-de-Bretagne teilzunehmen. Ich freue mich, hier im Namen unserer Mannschaft von unserer Reise zu berichten. Unser Team bestand aus Carlotta Muza, Carlotta Fehrmann, Erik Schwarz sowie Sophie, Benjamin, Felix und natürlich Moritz Hoesch. Der Start unserer Reise begann am DLRG Vereinsheim in Lütjenburg, wo wir letzte Details besprachen und unsere Koffer verstauten. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Almut Hoesch bedanken, die uns freundlicherweise ihren Kleinbus für unser 3.000 km Abenteuer zur Verfügung stellte! So konnten wir neben all unserem Gepäck auch noch problemlos die Gastgeschenke für unsere französischen Familien und die Organisatoren unterbringen

Los ging es für uns um 00:00 Uhr in der Nacht von Donnerstag (19. September) auf Freitag. In Hamburg sammelten wir dann noch Felix ein, der dort wohnt und studiert. Unsere Hinfahrt dauerte insgesamt 19 Stunden. Wir waren sehr müde, als wir die französische Grenze überquerten, aber auch glücklich und gespannt auf die kommende Zeit. Der Mont-Saint-Michel, ein Klosterfelsen im Wattenmeer der Normandie, lag mehr oder weniger auf dem Weg und so hatten wir die Möglichkeit, ihn aus der Ferne zu betrachten und ein paar Bilder zu machen. Anschließend fuhren wir noch gut zwei Stunden, bis wir endlich an unserem Treffpunkt in Bain-de-Bretagne ankamen. Wir waren alle ein bisschen nervös, weil wir unsere Gastfamilien schon länger nicht gesehen hatten. Da Felix und Erik nicht am Schüleraustausch teilgenommen hatten, lernten sie ganz neue Menschen kennen und waren ebenfalls entsprechend aufgeregt (auch wenn sie das nicht zugeben wollen). Alles verlief super, wir begrüßten unsere Gastfamilien und dann ging es auch schon in deren Zuhause, wo wir leckeres französisches Essen genießen durften. Bei mir gab es eine große Käseplatte sowie Obst und Baguette und auch die anderen wurden verwöhnt. Wir alle waren sehr müde und freuten uns darauf, anschließend schlafen zu gehen und uns von der Fahrt zu erholen.Am Samstag begaben wir uns zu unserem gewohnten Treffpunkt beim Schwimmbad und machten uns auf den Weg nach Saint-Nazaire –eine Hafenstadt an der Loire, die besonders für ihren riesigen U-Boot-Bunker bekannt ist. Dort picknickten wir und genossen weitere französische Köstlichkeiten. Felix, Benjamin und Erik besichtigten den U-Boot-Bunker, der im zweiten Weltkrieg von der deutschen Kriegsmarine gebautund genutzt wurde. Wir anderen erkundeten die Stadt, kauften Souvenirs und setzten uns in ein Eiscafé. Am Strand trafen wir uns wieder und genossen das schöne Wetter, das Meer und das französische Flair. Carlotta F. hatte die kluge Idee, bei Ebbe ins Meerzu gehen und so kam eins zum anderen: Sophie und Carlotta wurden beide ein bisschen schmutzig vom Schlick. Zum Glück hatten sie Wechselklamotten dabei und so war es nur ein kleiner Fauxpas. Um 16:00 Uhr ging es zurück nach Bain. Abends stand für ein paar von uns noch einiges auf dem Programm: Carlotta F., Sophie und ihre beiden Austauschpartnerinnen fuhren nach Rennes, um die Hauptstadt der Bretagne und ihren dynamischen Charakter zu erleben. Carlotta M. und ihre Austauschpartnerin waren im Kino und trafensich noch mit anderen früheren Austauschpartnern. Der Rest der Truppe verbrachte einen ruhigen Abend beim gemeinsamen Essen und bereitete sich auf das Highlight des Wochenendes vor, den „Relais du Semon“. Endlich war es soweit: Der Lauf stand an. Am Sonntag fanden wir uns um 8:00 Uhr im Startbereich ein und trafen letzte Vorbereitungen, wie zum Beispiel die alljährliche Fotosession und das Warm-Up. Wir alle waren heiter und motiviert und natürlich auch

etwas nervös. Um 9:00 Uhr fiel der Startschuss und Felix lief die erste Etappe (17,4 km) reibungslos und in einem flotten Tempo. Anschließend war Moritz mit 21 km dran, die er –wie erwartet –ohne Probleme meisterte. Sophie übernahm die dritte Etappe (12 km) und Erik die vierte (17,6 km). Benjamin lief anschließend 17 km und Carlotta M. bewältigte Etappe Nummer 6 (15 km). Carlotta F. übernahm die im Reglement des Staffellaufs vorgeschriebene Fahrradbegleitung der Gruppe und versorgte sie mit Getränken, Snacks und viel Motivation. Erik hatte sich auf seiner Strecke zwar verletzt, doch das hielt uns nicht davon ab, die letzten zwei Kilometer als Mannschaft zurückzulegen (ebenfalls im Reglement vorgeschrieben) und gemeinsam über die Ziellinie zu laufen!Auch in diesem Jahr gab es wieder ein gemeinsames Abschlussessen, an welchem nicht nur wir Läufer, sondern auch Stadtvertreter aus Bain, Mitglieder der französischen Städtepartnerschaftskommission sowie der langjährige Organisator des „Relais du Semnon“ und unsere Gastfamilien teilnahmen. Gesamt waren wir 25 Personen und alle hatten einen wunderschönen Abend! Bei dieser Gelegenheit überreichte Moritz unsere offiziellen Gastgeschenke und übermittelte dabei herzliche Grüße von Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn verbunden mit dessen Einladung aller Anwesenden zu einem Digestif nach dem Essen. Am Montag ging es für uns auch schon zurück nach Lütjenburg. Wir verabschiedeten uns von unseren Gastfamilien und machten uns auf den Weg. Im Gepäck hatten wir interessante Gespräche, viele positive Erfahrungen und diverse französische Delikatessen. Das Wochenende war wieder ein unvergessliches Erlebnis, stärkte unseren Teamgeist und festigte unsere deutsch-französische Freundschaft! Wir bedanken uns herzlich bei Gerlinde von Soosten, der VR Bank OH Nord –Plön eG, der Stadt Lütjenburg und unserem Schulleiter Frank Seidel sowie bei den französischen Gastfamilien und dem Organisationskomitee des „Relais du Semnon“, die all das immer wieder möglich machen und uns kräftig unterstützen! Unser abschließender Dank gilt Moritz, der eigentlich gerade ein einjähriges FSJ in Bain-de-Bretagne absolviert. Bereits während seiner Abi-Zeit hat er alles organisiert und uns als Gruppe zusammengeführt. Um gemeinsam mit uns zum „Relais du Semnon“ zu reisen, kam er extra aus Bain nach Lütjenburg zurück, fuhr mit uns dorthin und zurück (!) und setzt anschließend sein FSJ dort fort. Was für ein Einsatz! Danke dafür! „Ohne dich wäre das Wochenende nicht einmal halb so schön gewesen!“

Bericht: Carlotta Fehrmann

 

   
© ALLROUNDER