Die Reformation im Norden - eine Erfolgsgeschichte?

Die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft lädt zu einem weiteren Vortrag in diesem Schuljahr ein. Am Donnerstag, dem 18.01.2018, wird Prof. Dr. Detlev Kraack ab 19:30 Uhr im großen Hörsaal des Schulzentrums über die Reformation im Norden sprechen und ihre vermeintliche Erfolgsgeschichte kritisch hinterfragen. Herr Dr. Kraack unterrichtet Geschichte und Latein am Gymnasium Schloss Plön, hat vor einigen Jahren auch an unserer Schule Religion unterrichtet und ist zudem im Jahr 2001 zum außerplanmäßigen Professor für Mittelalterliche und Landesgeschichte an der TU Berlin ernannt worden.

Aus protestantischer Sicht scheint die Sache einigermaßen klar zu sein: Eine von Krisenszenarien geschüttelte katholische Kirche, die sich mehr und mehr von den Menschen und ihren Problemen entfremdet hatte, vermochte den lutherischen Predigern, die in den 1520er Jahren auch nördlich der Elbe die Menschen zu faszinieren wussten, kaum etwas entgegenzusetzen. Feldklöster und städtische Bettelordenskonvente wurden aufgelöst und Domkapitel säkularisiert, die vorreformatorischen Geistlichen entweder für die Verkündigung der neuen Lehre gewonnen oder vom Hof gejagt. Mit der Morgenröte der Reformation erlebte das Land gleichsam eine zweite, vom wahren Gauben getragene Christianisierung. – Der Vortrag möchte im Jahr der Reformation wider den Stachel löcken und aus historischer Perspektive einiges an der lutherischen Legendenbildung zurechtrücken, um dem Gesamtphänomen dadurch vielleicht umso mehr gerecht zu werden.

Vortrag mit anschließender Diskussion.

Gäste herzlich willkommen.

Eintritt für Nichtmitglieder 5,- €, für Mitglieder der VHS Lütjenburg 3,-€, Schüler und Studenten frei.

   
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