Ergänzung zum Weihnachtsbrief

Zum Abschluss des Jahres 2012 hat Frau Bock alles Wissenswerte, auch für das 2. Halbjahr, in einem Brief an die Schülerinnen und Schüler sowie an die Eltern zusammengefasst; Sie können ihn hier herunterladen.

Ergänzung: In der Auflistung der Ferientage fehlt ein Datum, das jedoch im Schuljahresplan korrekt aufgeführt ist. Nach Mittwoch, dem 1. Mai 2013, sind sowohl Donnerstag, der 2. Mai als auch Freitag, der 3. Mai variable Ferientage, sodass vom 1. bis 5. Mai kein Unterricht stattfinden wird.

Allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften wünschen wir ein guten Start ins neue Jahr!

 

Vortrag über Medikamente und Spielsucht

Die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft hat auch in diesem Schuljahr wieder einige interessante Vorträge organisiert, die an unserem Schulzentrum stattfinden werden. Den Anfang macht am Donnerstag, dem 01.11.2012, Prof. Dr. Thilo van Eimeren. Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr im Hörsaal des Schulzentrums und trägt den Titel "Spielsucht auf Rezept? Impulskontrollstörungen als medikamentöse Nebenwirkung". Herr Prof. van Eimeren lehrt seit 2010 als Professor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und leitet die Arbeitsgruppe für funktionelle Bildgebung der Klinik für Neurologie.

Das Belohnungssystem des Gehirns hat mit seinem hauptsächlichen Botenstoff Dopamin eine Schlüsselfunktion in der Verstärkung bestimmter Verhaltensweisen. Patienten mit der Parkinsonerkrankung - aber auch mit Restless-Legs und Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) - werden mit Medikamenten behandelt, die die Wirkung von Dopamin verstärken. Darunter entwickeln einige Patienten sogenannte Impulskontrollstörungen wie Spielsucht, Kaufsucht oder Hypersexualität. Bei den Patienten, die empfänglich für diese Nebenwirkung sind, ist das oft so, als ob die Medikamente im Gehirn einen Schalter umlegen. Wir haben uns vor vier Jahren mit Hilfe der funktionellen Hirnbildgebung auf die Suche nach diesem Schalter begeben und haben nun vielversprechende Hinweise, die auf eine genetische Basis dieser Medikamentenwirkung hindeuten.

Vortrag über die Entdeckung Amerikas im Jahr 1000

Mit der Entdeckung Amerikas verbindet man im ersten Augenblick zumeist den Namen Christoph Kolumbus und das Jahr 1492. Doch der nordamerikanische Kontinent ist schon wesentlich früher von Europäern bereist worden: vor gut einem Jahrtausend von den skandinavischen Wikingern, die bereits Island besiedelt hatten. Die Sektion Lütjenburg der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft lädt zu einem interessanten Vortrag über dieses Thema ein: Am Dienstag, dem 19.06.2012, ab 19:30 Uhr, wird die emeritierte Professorin Dr. Edith Marold vom Nordischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Hörsaal des Schulzentrums über "Die Entdeckung Amerikas durch die Wikinger im Jahr 1000" sprechen. Der Eintritt ist frei.

Die Wikinger sind nicht nur bis Island gekommen und haben dieses Land besiedelt, sie haben von dort aus auch Entdeckungsfahrten nach Grönland gemacht und kamen schließlich auch an die amerikanische Küste. Über diese Entdeckungsfahrt wird in verschiedenen Sagas der Isländer berichtet und sie konnte schließlich auch durch archäologische Funde wahrscheinlich gemacht werden. Der Vortrag wird sich mit den Sagas und ihrer Glaubwürdigkeit auseinandersetzen und die Versuche, die von den Sagas genannten Örtlichkeiten in Amerika zu entdecken, darstellen.

Foto: © Cellblock / pixelio.de



Offener Brief für den Erhalt von G9 in Lütjenburg

Liebe Politiker der regierungsbildenden Fraktionen,

nach der Landtagswahl zeichnet sich ein politischer Wechsel in Kiel ab.

Wie auf der Homepage der Landes-SPD unter dem Stichwort Bildung zu lesen ist, soll es in Zukunft keine G9-Gymnasien mehr geben. Wir, die Eltern des G9-Gymnasiums in Lütjenburg, sind äußerst besorgt! Der KN-Artikel vom 15.05. bestätigt unsere Angst.

Umfangreiche Befragungen von Schülern, Lehrkräften, den Eltern des Gymnasiums und der umliegenden Grundschulen gingen der Entscheidungsfindung im letzten Schuljahr voraus. Dieser aufwendige Prozess hat zu einer über 90%igen Zustimmung zu G9 geführt. Daraufhin haben sich die Schulkonferenz, die Schulleiterin und der Schulträger für eine Rückkehr zu G9 entschieden und das Ministerium für Bildung und Kultur hat dem zugestimmt! Sogar der als G8 gestartete 5. Jahrgang entschied sich geschlossen (100%) zu einer Rückkehr zu G9.

Die damalige Einführung von G8 zog sinkende Anmeldezahlen nach sich. Dass die G9-Entscheidung für unsere Schule an diesem Standort mit einer überwiegenden Zahl an Fahrschülern die richtige war, bestätigen uns die - entgegen der demographischen Entwicklung - steigenden Sextaner-Anmeldungen. Gemeinschaftsschulen führen auf einem anderen Weg zur Oberstufe als die G9-Gymnasien. Ein Blick auf die Kontingentstundentafeln zeigt, dass die Stundenzahlen und die vorgesehenen Fächer nicht identisch sind.

Aus Kostengründen muss das Land G9-Gymnasien übrigens nicht abschaffen!

Zu der etwas geringeren Gesamtstundenzahl bis zum Einstieg in die Oberstufe kommen bei G8 noch 8 Differenzierungsstunden (2 Lehrkräfte pro Klasse) hinzu, so dass in Summa sowohl G8 als auch G9 die gleiche Anzahl an Lehrerstunden benötigen und somit kostenneutral sind.

Wie erwarten von Ihnen, dass Sie unsere auf äußerst demokratische Weise zustande gekommene Entscheidung respektieren!

Wir fordern uneingeschränkten Bestandsschutz für unser G9-Gymnasium!

Die Eltern des Gymnasiums Lütjenburg, am 16. Mai 2012



Vortrag über Königsberg / Kaliningrad

In historischer Perspektive verlieren nationalstaatliche Zugehörigkeiten bisweilen an Bedeutung. Ein ebenso berühmtes wie spannendes Beispiel für dieses Phänomen ist die Stadt, die in deutscher Sprache Königsberg und in russischer Sprache Kaliningrad heißt. Auf Einladung der Sektion Lütjenburg der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft spricht am Montag, dem 14.05.2012 ab 19:30 Uhr im Hörsaal des Schulzentrums Herr Prof. Dr. Ludwig Steindorff zu diesem Thema. Herr Steindorff lehrt am Institut für Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars der CAU Kiel. Der Eintritt ist frei.

Bis 1945 weist die Geschichte von Königsberg weitgehend bruchlos viele Gemeinsamkeiten mit anderen Ostseestädten auf, die aus der hochmittelalterlichen Kolonisationsbewegung hervorgegangen sind; die Universitätsstadt Königsberg entwickelte sich zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum für ganz Ostmitteleuropa; die Geschichte von Königsberg während der Zwischenkriegszeit steht als ein Beispiel für das ganze Deutsche Reich. Im sowjetischen Kaliningrad galt demgegenüber lange Zeit die Devise, der Stadt eine Identität zu geben, die ausschließlich in der Gegenwart des realen Sozialismus begründet war. Die Spuren der älteren Zeit verkamen, soweit sie nicht beseitigt wurden, zu fremden Kulissen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat ein Paradigmenwechsel eingesetzt: Einerseits wird die Geschichte des deutschen Königsberg zunehmend als "eigene" Geschichte wahrgenommen. Andererseits aber erhält das Kaliningrader Gebiet vor allem durch den Bau von orthodoxen Kirchen ein zunehmend traditionell russisches Gesicht.



   
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