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Aus der Gedankenwelt eines Schreibtischtäters

Geschichte einmal anders: In der "Kulturschule" Gymnasium Lütjenburg stand am Freitag, dem 16.01.2015 der kulturelle Zugang zu dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte auf dem Stundenplan. Harald Schandry und Bernd Surholt, Schauspieler an den Hannoverschen Kammerspielen, präsentierten den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe eine szenische Lesung der Verhörprotokolle Adolf Eichmanns.

Der SS-Obersturmbannführer, der ab 1941 als Leiter des Referats für Juden- und Räumungsangelegenheiten an zentraler Stelle mitverantwortlich für den Mord an rund sechs Millionen Menschen zeichnete, war 1960 vom israelischen Geheimdienst Mossad in Argentinien entführt worden. Die Protokolle der Verhöre, die daraufhin in Jerusalem stattfanden, bildeten die Grundlage für die Lesung. Die immer gleichen Rechtfertigungen Eichmanns, er habe nie einen Menschen getötet und nur die Befehle ausgeführt, wurden von Schandry und Surholt eindrucksvoll auf die Bühne gebracht.

Im Anschluss bekamen die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit, Fragen zur Lesung und zur Geschichte Eichmanns zu stellen.

Hier präsentieren wir Fotos von dieser Veranstaltung.