Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium Lütjenburg

Unser Ziel ist es, die Zukunftschancen der Schülerinnen und Schüler zu fördern, indem wir eine Orientierungshilfe für die Berufs- und Studienwahl leisten und den erfolgreichen Eintritt in die Arbeitswelt erleichtern. Das Gymnasium Lütjenburg versteht die Berufs- und Studienorientierung als jahrgangs- und fächerübergreifende Aufgabe. Unsere Schüler sollen eine Berufswahlkompetenz entwickeln und zunehmend die eigene Verantwortung für ihre Zukunft übernehmen.

Unser umfassendes Konzept zur beruflichen Orientierung wurde mit dem Berufswahlsiegel als vorbildlich ausgezeichnet.

Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eigene berufliche Interessen und Fähigkeiten zu entdecken, indem das Gymnasium Lütjenburg mit dem Berufswahlpass arbeitet und die Schülerinnen und Schüler mit diesem eine erste Selbst- und Fremdeinschätzung entwickeln. Im Fachunterricht, in diversen Projekten und außerschulischen Veranstaltungen bietet sich den Schülerinnen und Schülern die Chance, Berufsbilder und Studiengänge sowie deren spezifische Anforderungen kennenzulernen. Im Betriebspraktikum der 9. Klasse erfahren sie die Anforderungen in der Arbeitswelt. Diese Erkenntnisse werden im Wirtschaftspraktikum des 12. Jahrgangs unter betriebswirtschaftlichen Aspekten vertieft. Bewerbungstraining, Simulation eines Assessmentcenters und ein Bewerbungsgespräch in englischer Sprache stärken unsere Schüler, selbstbewusst den Anforderungen der Arbeitswelt zu begegnen.

 

Konzept zur Berufs- und Studienorientierung

Im Schulcurriculum zur Berufs- und Studienorientierung sind die die klassen- bzw. jahrgangsspezifischen Ziele und Inhalte, die beteiligten Fächer, die Zuständigkeiten in der Schule und die Einbindung der außerschulischer Partner dokumentiert.

 Link: Schulcurriculum der Berufs- und Studienorientierung (PDF)

Der Erwerb der Latina am Gymnasium Lütjenburg

Wer auf der Schule die Gelegenheit verpasst, Latein zu lernen, verliert später als Student wertvolle Lebenszeit: "Zum Beispiel wenn man wie ich keine Semesterferien hat, weil man das Latinum fürs Studium nachholen muss" - so eine Studentin (DIE ZEIT Nr. 23 vom 01.06.2011, S. 77).

Da ist es nicht nur einfacher, sondern nicht zuletzt günstiger (nämlich kostenlos), während der Schulzeit ein Latinum zu erwerben. Wie an allen Gymnasien des Landes Schleswig-Holstein ist es auch in Lütjenburg möglich, drei verschiedene Latina zu bekommen: ein kleines, ein mittleres (das so genannte KMK-Latinum, weil es von der Kultusministerkonferenz der Länder als Standard definiert worden ist) und ein großes Latinum.

Nach Angaben des Deutschen Altphilologenverbandes gibt es derzeit etwa 120 Fächer und Spezialfächer an deutschen Universitäten, deren Studien- und Prüfungsordnungen Lateinkenntnisse vorschreiben. Darunter sind zahlreiche geisteswissenschaftliche Fachrichtungen; vor allem für Lehramtsstudiengänge sind vielfach Lateinkenntnisse notwendig.

Angebote der Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit kooperiert als neutraler Dienstleister eng mit dem Gymnasium Lütjenburg. Von Informationsveranstaltungen für ganze Klassen, über Besuche im Berufsinformationszentrum, bis hin zu Einzelberatungsgesprächen reicht die Bandbreite der Angebote der Bundesagentur für Arbeit. Thematisiert werden Grundfragen der Ausbildungs-, Berufs- und Studienwahl. Über die Online-Angebote planet-beruf.de und abi.de sowie in den Berufsinformationszentren können sich Schüler, Lehrer und Eltern zusätzlich selbst zu Ausbildung, Studium und Beruf informieren.

Berufsvorbereitender Tag

Der Berufsvorbereitende Tag wird alle zwei Jahre von der SV organisiert. Diverse Vertreter aus der Wirtschaft und von Hochschulen informieren die Oberstufenschüler in kleinen Gesprächsrunden über berufliche Perspektiven und die Anforderungen verschiedener Ausbildungs- und Studiengänge. Die Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit, sich im Vorfelde der Veranstaltung die für sie passenden Gesprächspartner auszuwählen. Allgemeine Fragen der Berufs- und Studienorientierung werden am Beginn des Tages in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Kooperationsbetriebe der Schule (Kendrion Kuhnke, VR Bank Ostholstein Nord Plön, Gut Helmstorf) geklärt.

 

Praktika am Gymnasium Lütjenburg

Unsere Schülerinnen und Schüler bekommen im Laufe ihrer Schulzeit am Gymnasium zweimal die Gelegenheit, in die alltägliche Praxis des Wirtschaftslebens hineinzuschnuppern. In der Mittelstufe (9. Klasse) absolvieren sie ein einwöchiges Praktikum in Firmen oder Betrieben, die sie selbst auswählen dürfen; in der Oberstufe (12. Klasse) haben die Schülerinnen und Schüler zwei Wochen Zeit, um einen intensiveren Einblick gewinnen zu können. Während der Praktika werden die Schülerinnen und Schüler von jeweils einer sie unterrichtenden Lehrkraft besucht und betreut, um mögliche Probleme im Rahmen der Praktika zu lösen.

 

  1. Das Betriebspraktikum in Jahrgangsstufe 9

Am Gymnasium Lütjenburg erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, im 9. Jahrgang ein einwöchiges Betriebspraktikum zu absolvieren. Es findet in der Regel unmittelbar vor oder nach den Osterferien statt, sodass es in die Ferienzeit hinein verlängert werden kann.

Das Praktikum kann schon zur frühzeitigen Berufsorientierung dienen, stellt aber auch einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung dar. Außerhalb der Schule wird den Heranwachsenden eine besondere Form der Selbstständigkeit im Alltag abverlangt, insofern sie die Lebensatmosphäre des Schülers mit der Rolle eines Berufstätigen vertauschen und sich im ausgewählten Betrieb darstellen und behaupten müssen.

Von unseren Praktikanten erwarten wir, dass sie selbstständig einen Praktikumsplatz finden, der ihnen einen interessanten Einblick in die Arbeitswelt bietet und sie herausfordert, persönliche Fähigkeiten wie Kommunikationsfähigkeit oder Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit zu erproben. Bei der Auswahl des Praktikumsplatzes ist zu bedenken, dass er vielfältige Erfahrungen ermöglicht, sodass die Schülerinnen und Schüler einen anspruchsvollen Bericht verfassen können, der die Eindrücke der Berufswelt reflektiert.

Auf ihre Rolle als Praktikanten werden die Schüler/ innen im fächerübergreifenden Unterricht und durch ein Bewerbungstraining bei der VR Bank in Lütjenburg sorgfältig vorbereitet.

Während der Praktika werden die Schülerinnen und Schüler von jeweils einer sie unterrichtenden Lehrkraft besucht und betreut, um mögliche Probleme im Rahmen der Praktika zu lösen. Im Anschluss an die Praktikumszeit fertigen die Schülerinnen und Schüler Praktikumsberichte an, in denen Eindrücke des Praktikums dokumentiert und reflektiert werden.

 

  1. Das Wirtschaftspraktikum in Jahrgangsstufe 12

Im 12. Jahrgang absolvieren die Schülerinnen und Schüler nach den Halbjahreszeugnissen ein zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum. Das Praktikum wird vor allem im Fach Wirtschaft/Politik mit einer besonderen, betriebswirtschaftlich orientierten Unterrichtseinheit vorbereitet.

Das Wirtschaftspraktikum soll der Veranschaulichung im Unterricht behandelter (betriebs-) wirtschaftlicher Fragestellungen dienen. Zusätzlich bestätigt oder korrigiert das Praktikum die Vorstellungen von der Arbeitswelt und stärkt die eigene Kompetenz für die Berufswahlentscheidung.

Die im Praktikum gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Bericht dargelegt. In einem Untersuchungsschwerpunkt sollen die Schüler zeigen, dass sie in der Lage sind, theoretische Kenntnisse auf den untersuchten Betrieb anzuwenden.

Von den Schülerinnen und Schülern wird die selbstständige Wahl eines geeigneten Praktikumsplatzes erwartet. In Ausnahmefällen ist es auch möglich, ein Praktikum außerhalb der hiesigen Region zu absolvieren; dieses muss allerdings mit einer entsprechenden Begründung beantragt werden. Der Betrieb sollte ihnen unter anderem die Möglichkeit bieten, Einblicke in Betriebsstruktur, Arbeitsprozesse, Produktangebot, Absatzmärkte und vorhandene Berufsbilder zu erlangen.

   
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